Am 8. Juni 2026 gedachten die United Nations (Vereinten Nationen) ihrer im Dienst getöteten Mitarbeiter. UN-Generalsekretär Antonio Guterres Secretary General und die Präsidentin der UN-Generalversammlung, Annalena Baerbock, entzündeten eine „ewige Flamme“.

Unter den Namen der Geehrten: Imad Yousif El Samhouri, ein langjähriger UNRWA-Lehrer und Schulleiter aus Gaza.

Doch nun erhebt sich eine Frage, die die Vereinten Nationen nicht einfach wegmoderieren können:

Wer genau war dieser Mann?

Nach Recherchen von UN Watch wird El Samhouri in einem kürzlich veröffentlichten Hamas-„Märtyrervideo“ als Feldkommandeur des Muhammad-al-Shamali-Bataillons der Al-Qassam-Brigaden dargestellt. Das Video zeigt ihn nach Angaben von UN Watch im Zusammenhang mit Waffen und Tunneln. Zugleich hat er über mehr als ein Jahrzehnt für UNRWA gearbeitet haben – unter anderem als Schulleiter.

Das ist keine Kleinigkeit. Und es ist auch keine Frage, die man mit dem Hinweis erledigen kann, dass UNRWA-Mitarbeiter ebenfalls Menschen sind.

Denn wenn sich die Vorwürfe bestätigen, geht es um etwas viel Grundsätzlicheres:

Wie kann ein Mann, der von Hamas als militärischer Kommandeur dargestellt wird, über Jahre eine UN-Schule leiten?

Was wussten seine Vorgesetzten?

Welche Kontrollen gab es?

Und warum wurde ein solcher Mitarbeiter nach seinem Tod von den Vereinten Nationen als Teil der „eigenen Familie“ geehrt?

Besonders schwer wiegt dabei die Aussage von António Guterres selbst. Bei der Gedenkveranstaltung würdigte er die Getöteten und erklärte, man wolle ihre Arbeit weiterführen. Wenn nun ein von Hamas als Kommandeur präsentierter UNRWA-Schulleiter darunter ist, muss die UN erklären, was genau mit der Weitergührung „ihrer Arbeit“ gemeint ist.

Ein „weiter so“?

Noch eine unbequeme Frage richtet sich an Deutschland.

Deutschland gehört seit Jahren zu den wichtigsten Geldgebern von UNRWA. UN Watch beziffert die deutschen Beiträge während Baerbocks Amtszeit als Außenministerin auf rund €570 Millionen und verweist darauf, dass Deutschland bereits wieder erhebliche Mittel für die Organisation bereitstellt.

Das bedeutet nicht, dass jeder UNRWA-Mitarbeiter ein Hamas-Mitglied wäre. Eine solche pauschale Behauptung wäre ebenso falsch wie verantwortungslos.

Aber genau deshalb braucht es jetzt eine ernsthafte, unabhängige Untersuchung.

Denn seit Jahren gibt es Hinweise auf problematische Verbindungen zwischen Hamas und UNRWA-Strukturen. Der aktuelle Fall wirft deshalb eine viel größere Frage auf: Handelt es sich tatsächlich nur um einzelne schwarze Schafe – oder wurden Warnsignale über Jahre nicht ernst genug genommen?

Israel hat genau vor dieser Vermischung von humanitären Strukturen und terroristischen Organisationen gewarnt.

Wer Israel dafür kritisiert, muss umso konsequenter sein, wenn sich solche Vorwürfe gegen eine UN-Organisation richten.

Wer von Israel Transparenz, Kontrolle und Rechenschaft verlangt, muss dieselben Maßstäbe an die Vereinten Nationen anlegen.

Und wer bei jeder Gelegenheit die israelische Armee und israelische Behörden zur Verantwortung ziehen will, darf nicht schweigen, wenn ausgerechnet innerhalb einer UN-Organisation nachgewiesene Verbindungen zu Hamas auftauchen.

Das ist keine „pro-israelische“ Sonderregel.

Das ist der absolute Mindeststandard.

Eine „ewige Flamme“ soll an Menschen erinnern, die für Frieden und Menschlichkeit gearbeitet haben. Sie darf niemals zum Symbol dafür werden, dass die Welt bei möglichen Verbindungen zwischen einer UN-Organisation und einer Terrororganisation lieber wegschaut.

Und genau deshalb muss jetzt aufgeklärt werden.

Nicht irgendwann.

Jetzt.